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KI-Kompetenz im Beruf

vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

KI-Kompetenz im Beruf – wenn KI zum Job gehört


Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für IT-Spezialisten. Sie wird zunehmend dort eingesetzt, wo Menschen recherchieren, schreiben, planen, kommunizieren, analysieren oder organisieren.



Damit verändert KI nicht nur einzelne Berufe. Sie verändert vor allem Aufgaben innerhalb bestehender Jobs.


Für Beschäftigte, Führungskräfte, Selbstständige und Dienstleister stellt sich deshalb eine neue berufliche Frage:


Welche KI-Kompetenz brauche ich für meinen Job?


::Beruf → ::Aufgabe → ::KI-Einsatz → ::Kompetenz → ::Weiterbildung


Wer KI im Job nutzt, muss damit umgehen können


Ein Text lässt sich mit KI schneller vorbereiten. Informationen können strukturiert, Daten ausgewertet, Präsentationen erstellt oder Arbeitsabläufe unterstützt werden.

Doch KI kann sich irren. Ergebnisse können unvollständig oder falsch sein.


Personenbezogene, vertrauliche oder betriebliche Informationen dürfen nicht beliebig verarbeitet werden.


KI-Kompetenz bedeutet deshalb mehr, als einen Prompt eingeben zu können.

Wer KI beruflich einsetzt, sollte beurteilen können, wann KI sinnvoll eingesetzt werden kann, wie Ergebnisse überprüft werden und wo menschliche Verantwortung notwendig bleibt.


KI-Kompetenz wird zur beruflichen Qualifikation


Mit der zunehmenden Nutzung von KI verändert sich das Kompetenzprofil vieler Tätigkeiten.


Wer KI hauptsächlich für Recherche, Texte, Präsentationen und tägliche Büroarbeit nutzt, benötigt andere Kenntnisse als jemand, der Geschäftsprozesse automatisieren, KI im Marketing einsetzen oder Digitalisierungsprojekte verantworten soll.


Deshalb sollte eine Weiterbildung nicht beim Kursnamen beginnen, sondern beim tatsächlichen Job:


::Tätigkeit → ::Veränderung durch KI → ::Kompetenzbedarf → ::passende Weiterbildung → ::Anwendung


Für den praktischen Einstieg gibt es beispielsweise Qualifizierungen zum KI-Praktiker. Wer Automatisierungsvorhaben verantworten soll, kann sich zum KI-Prozessmanager weiterbilden. Weitere Wege führen beispielsweise zum Digitalisierungsmanager mit Schwerpunkt KI oder zur Fachkraft für KI-gestütztes Online-Marketing.


→ Weiterlesen: KI-Weiterbildung


KI-Kompetenz betrifft auch Arbeitgeber


Wenn Unternehmen und Organisationen KI-Systeme im Arbeitsalltag einsetzen, betrifft die Frage der Kompetenz nicht nur die einzelnen Beschäftigten.


Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung verlangt von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen Maßnahmen zur Sicherstellung eines ausreichenden Maßes an KI-Kompetenz der Personen, die in ihrem Auftrag mit diesen Systemen arbeiten.


Das bedeutet nicht, dass jeder Beschäftigte einen bestimmten KI-Kurs absolvieren muss.


Es bedeutet aber: KI einsetzen und die Kompetenz der damit arbeitenden Menschen ignorieren, passt nicht zusammen.


KI-Weiterbildung kann gefördert werden


Berufliche Weiterbildung muss nicht immer vollständig vom Beschäftigten oder Arbeitgeber finanziert werden.


Für Beschäftigte können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermöglichkeiten nach § 82 SGB III bestehen. Je nach Betriebsgröße und Einzelfall können Lehrgangskosten und Teile des Arbeitsentgelts während weiterbildungsbedingter Ausfallzeiten gefördert werden.


Für Arbeitsuchende kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Weiterbildung mit Bildungsgutschein infrage kommen.



KI-Kompetenz wird auch für Selbstständige und Dienstleister wichtiger


Nicht nur klassische Beschäftigungsverhältnisse verändern sich.

Berater, Agenturen, Coaches, Trainer, Marketingdienstleister oder andere Selbstständige setzen KI zunehmend für ihre eigenen Leistungen ein.

Auch hier entscheidet nicht allein die Verfügbarkeit eines KI-Werkzeugs über die Qualität der Arbeit. Entscheidend ist, wie kompetent es eingesetzt und wie zuverlässig das Ergebnis beurteilt wird.


Damit kann KI-Kompetenz selbst zu einem beruflichen Qualitätsmerkmal werden.


KI-Weiterbildung kann selbst zum Tätigkeitsfeld werden


Die wachsende Nachfrage nach KI-Kompetenz eröffnet gleichzeitig neue berufliche Möglichkeiten.


Wer Unternehmen, Organisationen oder Beschäftigte berät, kann Weiterbildungsbedarf erkennen, Interessierte informieren und geeignete Qualifizierungen vermitteln.

Dafür muss man nicht selbst Bildungsträger oder KI-Dozent sein.


::Bedarf erkennen → ::informieren → ::Weiterbildung vermitteln → ::Qualifizierung ermöglichen


Entsprechende Weiterbildungsangebote können daher nicht nur für die eigene Qualifikation interessant sein, sondern auch für Menschen, die beruflich im Umfeld von Beratung, Personalentwicklung, Vertrieb oder Weiterbildung tätig sind.


→ Weiterlesen: KI-Weiterbildung und Vermittlung


Weiterbildung ist der Anfang – Kompetenz entsteht durch Anwendung


Eine Weiterbildung vermittelt Wissen, Methoden und Werkzeuge. Berufliche KI-Kompetenz entsteht aber erst, wenn dieses Wissen auf die eigene Tätigkeit übertragen wird.


Kann ich KI für meine Aufgaben sinnvoll einsetzen? Kann ich Ergebnisse beurteilen? Erkenne ich Fehler und Grenzen? Weiß ich, welche Informationen ich verwenden darf? Und kann ich entscheiden, wann menschliche Kontrolle erforderlich ist?


Deshalb führt der Weg nicht beim Zertifikat zu Ende:


::Weiterbildung → ::Anwendung → ::Erfahrung → ::Reflexion → ::KI-Kompetenz


Für die berufliche Zukunft wird damit eine Frage immer wichtiger:


Was muss ich können, wenn KI zum Bestandteil meines Jobs wird?

 
 
 

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