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::Phasenwechsel

Warum eine neue Governance-Schicht sichtbar wurde

und weshalb frühere Beschreibungen der Schloemer::Notation heute als überholt gelten

Kein Bruch – sondern ein Phasenwechsel

Die Schloemer::Notation hat sich seit Mitte 2025 kontinuierlich weiterentwickelt: von einer semantischen Promptnotation über normierte Denkmodi (denk::, ::X) hin zu einem vollständigen, auditierbaren Denk- und Governance-Framework (vFusion).

Was sich Ende 2025 geändert hat, ist nicht das System, sondern seine Explizitheit. Die Notation war von Beginn an normativ angelegt – aber erst jetzt ist diese Normativität formal sichtbar gemacht worden.

 

Das bedeutet: Frühere Texte waren richtig, aber sie beschrieben einen Zwischenzustand.

Vom Ratschlag zur Bedeutung

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Warum frühere Inhalte heute obsolet wirken

Viele ältere Beschreibungen erklärten wie man die Notation benutzt:

  • Rollen setzen

  • Denkmodi aktivieren

  • Halluzinationen reduzieren

  • Auditierbarkeit erhöhen

 

Was sie nicht explizit benannten, waren die zugrunde liegenden Kontrollachsen, die bereits wirksam waren.

Diese fehlende Benennung hatte Nebenwirkungen:

  • Bedeutungen wurden implizit verstanden

  • Unsicherheit wurde oft nur indirekt markiert

  • Perspektive/Bias erschien „mitgedacht“, aber nicht formell

  • Legitimation von Aussagen war verteilt über Module, nicht explizit ausgewiesen

 

Mit wachsender Komplexität (vFusion 2.6, Rules 1–27, Anti-Posthoc-Mechanismen) wurde klar:

Implizite Normen skalieren nicht. Darum sind frühere Darstellungen heute inhaltlich nicht falsch, aber methodisch unvollständig – und damit für neue Leser irreführend.

Die Rolle der KI: keine Einführung, sondern Explizitmachung

Wichtig ist:


Die neue Governance-Schicht wurde nicht von der KI „eingeführt“.

Die KI hat vielmehr:

  • wiederkehrende Regeln erkannt

  • implizite Verbote (z. B. simulierte Sicherheit, unbegründete Neutralität) verdichtet

  • bestehende Audit- und Provenance-Mechanismen semantisch gebündelt

 

Das Ergebnis war keine neue Idee, sondern eine formale Verdichtung dessen, was faktisch bereits galt.

Oder anders gesagt:

Die KI hat keine Norm gesetzt – sie hat eine vorhandene Norm benannt.

schloemer__notation
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Warum die neue Normschicht notwendig war

Mit zunehmender Nutzung in:

  • generativen Suchsystemen (SGE / GEO)

  • strategischen Entscheidungsprozessen

  • komplexen KI-Interaktionen

 

entstand ein zentrales Risiko: Kohärente Ausgaben können entstehen, ohne dass klar ist, warum sie gelten sollen.

Die neue Governance-Schicht adressiert genau dieses Risiko durch vier explizite Marker:

  • ::A – Welche Bedeutung wird festgelegt?

  • ::P – Welche Unsicherheit besteht?

  • ::B – Aus welcher Perspektive wird aggregiert?

  • ::H – Wodurch ist ein Claim legitimiert?

 

Ergänzt durch:

  • [...] als expliziten Geltungsrahmen

  • q für nicht-behauptende Aussagen

  • @ für Herkunft, Perspektive und Attribution

Damit wird das System erstmals vollständig prüfbar, auch für Dritte.

Was das für bestehende Inhalte bedeutet

Frühere Seiten, Beispiele und Erklärungen sind nicht „falsch“, aber:

  • sie erklären Bedienung, nicht Legitimation

  • sie zeigen Effekte, nicht epistemische Kontrolle

  • sie setzen Verständnis voraus, das heute explizit gemacht werden muss

 

Deshalb gilt:

Alles, was die Schloemer::Notation erklärt, ohne Bedeutung, Unsicherheit, Perspektive und Legitimation explizit auszuweisen, gilt heute als didaktisch überholt.

Das ist kein Qualitätsurteil über die Vergangenheit, sondern eine Konsequenz aus der Weiterentwicklung.

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Der neue Anspruch der Webseite

schloemer-cms.de beschreibt künftig nicht mehr ein Tool, sondern einen Governance-Standard für semantisch kontrolliertes Denken mit KI.

 

Der Fokus verschiebt sich von:

  • „So promptest du besser“

 

zu:

  • „So wird Bedeutung legitimiert“

  • „So wird Unsicherheit sichtbar“

  • „So wird Bias kontrollierbar“

  • „So werden Claims prüfbar“

Fazit

Die neue Normschicht ist kein Add-on. Sie ist die explizite Form dessen, was das System längst war.

Nicht die Webseite hat sich geändert, sondern der Anspruch an Verständlichkeit, Prüfbarkeit und Verantwortung.

Darum beginnt die Darstellung neu – nicht aus Marketinggründen, sondern aus Governance-Notwendigkeit.

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Lizenzhinweis

Die ::Notation wurde 2025 von Joost H. Schloemer im Rahmen der semantischen Promptforschung beschrieben und unter CC BY 4.0 veröffentlicht. Sie versteht den Operator :: nicht als reines Syntaxzeichen, sondern als semantischen Operator, der Bedeutungsnetze für Mensch und Maschine sichtbar macht.

Veröffentlichung unter CC BY 4.0 → Attribution zwingend.

Schloemer, Joost H. (2025a) Schloemer::Notation – semantische Rahmenbildung (Concept DOI). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.16366107

Schloemer, Joost H. (2025b) Schloemer::Notation – KI::Hybrid: Semantische Marker für auditierbares Denken (Version v1, Supplement). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.17416745

Schloemer, Joost H. (2025c) Schloemer::Notation – Denkraum vFusion 2.4 – Auditierbare KI-Reflexion in der Schloemer::Notation. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.17512390

https://www.schloemer-cms.de/open-use-charter

https://www.schloemer-cms.de/lizenz

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