Code mit Flow – dokumentiere mit System
Eine neue Methode für Entwickler und Designer, die explorativ arbeiten wollen, ohne die Nachvollziehbarkeit zu verlieren. Vibe-Coding verbindet intuitive Kreativität mit strukturierter Dokumentation – genau dann, wenn du sie brauchst.


Mini-Mantra
Erst: machen.
Dann: merken.
Optional: festhalten.
Worum geht's?
Flow geht vor Form
Vibe-Coding heißt: du arbeitest explorativ, intuitiv, im direkten Gespräch mit dem Problem. Nicht jede Entscheidung muss sofort begründet werden – aber sie kann später nachvollziehbar gemacht werden, wenn es darauf ankommt.
Diese Methode wurde für Teams entwickelt, die agil arbeiten und gleichzeitig Wert auf Qualität legen. Sie ermöglicht es dir, in den kreativen Flow einzutauchen, ohne die Kontrolle über technische Entscheidungen zu verlieren.
-
Flow geht vor Form: erst bauen, dann aufräumen – der kreative Prozess wird nicht durch vorzeitige Struktur gebremst
-
Marker statt Prozess-Overhead: du schaltest Modi nur bei Bedarf um, keine ständige Meta-Dokumentation
-
Fehler dürfen passieren – sie dürfen nur nicht unbemerkt weitergetragen werden
Flow-Design: Frei und sicher zugleich
Gute Vibes entstehen oft, wenn du gleichzeitig frei und sicher bist. Flow-Design heißt: du baust dir Leitplanken, die nicht nerven, sondern dich tragen. Das Geheimnis liegt darin, genug Struktur für Sicherheit zu haben, aber genug Freiraum für Kreativität zu bewahren.
Die drei Marker-Modi
Marker sind kurze Schalter, die deinem Arbeiten einen Status geben – ohne den Vibe zu töten. Du kannst sie jederzeit wechseln; sie wirken ab dem Moment, wo du sie setzt. Das System ist so konzipiert, dass es sich deinem natürlichen Arbeitsrhythmus anpasst, nicht umgekehrt.
mode.vibe
Einfach machen, keine Meta-Ebene. Du bist im puren Flow-Zustand, experimentierst frei und lässt die Kreativität fließen.
mode.observe
Entscheidungen werden innerlich markiert, aber ohne Formalität. Du registrierst bewusst, was du tust, ohne den Fluss zu unterbrechen.
mode.notation
Schritte sind „beobachteter Einsatz" und können in ::notation gegossen werden. Volle Dokumentation für kritische Entscheidungen.
::korrektur – Wenn etwas nicht stimmt
Wenn etwas „nicht stimmt", geht es nicht um Schuld – sondern um eine Abweichung zwischen Annahme und Realität. ::korrektur macht diese Abweichung sichtbar, damit sie nicht stillschweigend mitwandert und später zum Problem wird.

So fühlt es sich an
„Das wirkt komisch"
Annahme prüfen – oft ist das Bauchgefühl der erste Indikator für eine versteckte Abweichung.
„Das bricht später"
Risiko markieren – technische Schulden bewusst machen, bevor sie sich manifestieren.
„Das war anders gedacht"
Abweichung notieren – die Lücke zwischen Design und Implementierung dokumentieren.
Das Korrektur-Pattern ist bewusst neutral formuliert. Es fragt nicht „Wer hat das verbockt?", sondern „Was weicht ab?" Diese Perspektive fördert eine gesunde Fehlerkultur im Team.
Beispiel aus der Praxis
::korrektur
Annahme: Abschnitt-Navigation ist sichtbar.
Realität: auf Mobile ausgeblendet.
Fix: Mobile-Menü ergänzen.
Entscheidung: Als Hotfix oder in nächsten Sprint?
Mini-Setup zum Loslegen
Wenn du jetzt direkt vibe-coden willst: nimm diese Seite als Start-Template. Du kannst Text austauschen, Abschnitte umsortieren und neue Marker-Beispiele ergänzen. Das Schöne an Vibe-Coding ist, dass du mit minimalem Setup starten kannst – kein kompliziertes Tooling, keine aufwändige Konfiguration.
1 Satz Ziel
„Ich will eine Seite, die erklärt, wie Marker Flow steuern."
5 Abschnitte
Idee · Marker · Flow · Korrektur · Praxis
1 Beispielblock
Code, Pattern oder Mini-Mantra pro Abschnitt
Dein erster Vibe-Coding-Sprint
-
Text anpassen – starte mit dem Inhalt, der dir am wichtigsten ist
-
Farben und Typografie tweaken – mach es zu deinem eigenen Stil
-
Optional: Mobile-Menü hinzufügen – für bessere Zugänglichkeit
-
Optional: Dark/Light Toggle – für unterschiedliche Arbeitsumgebungen
Pro-Tipp: Drücke Strg + F und suche nach ::marker, um alle Marker-Punkte schnell zu finden und anzupassen.
Nächster Schritt
Öffne deinen Editor, kopiere das Template, und leg los. Der beste Weg, Vibe-Coding zu verstehen, ist es auszuprobieren.
Bereit für deinen Flow?
3
Modi
Vibe, Observe, Notation – wechsle nach Bedarf
3
Overhead
Keine zusätzlichen Tools, keine komplexe Setup-Phase
100 %
Flexibilität
Du bestimmst, wann und wie viel du dokumentierst
Vibe-Coding ist mehr als eine Methode – es ist eine Einstellung. Eine Einstellung, die Kreativität und Struktur nicht als Gegensätze sieht, sondern als Partner. Eine Einstellung, die Fehler als Lernchancen betrachtet und Flow als produktiven Zustand anerkennt.
Die besten Codebasen entstehen nicht durch perfekte Planung, sondern durch iteratives Experimentieren mit bewusster Reflexion. Vibe-Coding gibt dir die Werkzeuge, um beides zu kombinieren – ohne Kompromisse.
Lizenzhinweis
Die ::Notation wurde 2025 von Joost H. Schloemer im Rahmen der semantischen Promptforschung beschrieben und unter CC BY 4.0 veröffentlicht. Sie versteht den Operator :: nicht als reines Syntaxzeichen, sondern als semantischen Operator, der Bedeutungsnetze für Mensch und Maschine sichtbar macht.
Veröffentlichung unter CC BY 4.0 → Attribution zwingend.
Basierend auf der Schloemer-Notation ::, entwickelt von Joost H. Schloemer (2025) als offene semantische Architektur zur Strukturierung maschinenlesbarer Bedeutung in KI-, Governance- und Verantwortungskontexten.
Lizenz: Creative Commons CC BY 4.0
© 2025 Joost H. Schloemer
bdvv.de - schloemer-cms.de
