Sicherheit in der KI braucht Denken
Sicherheit in der KI braucht Denken – nicht nur Kontrolle
In der aktuellen Debatte um Künstliche Intelligenz stehen Begriffe wie Bias, Halluzination und Sicherheit im Zentrum. Der Anspruch ist klar: KI soll verlässlich, fair und berechenbar sein. Verzerrungen und falsche Aussagen gelten als Risiken, die es zu minimieren gilt.
Doch dabei gerät ein grundlegender Zusammenhang aus dem Blick: Ohne
Wahrscheinlichkeit, ohne Unsicherheit, ohne Abweichung ist kein Denken möglich.
KI-Systeme arbeiten nicht, indem sie „wissen“, was wahr ist. Sie operieren in Wahrscheinlichkeiten, Annäherungen und Mustern. Genau darin liegt ihre Fähigkeit, Neues zu verbinden, Kontexte zu erschließen und sinnvoll zu reagieren. Wird diese Offenheit zu stark eingeschränkt, entsteht zwar Kontrolle – aber kein Denken mehr.


